Eine Projektleiterin für den Erhalt der Lebensspuren

Edith Werffeli vor dem Aussteuerschrank.

Bereits bei der Gründung der Stiftung Erhalt Lebensspuren Oberhaus war uns klar, dass wir professionelle Hilfe brauchen würden, um die Lebensspuren zu erhalten. In der Familie Bühler verfügt niemand über das Knowhow und die Erfahrung, die es braucht, um die Lebensspuren so zu pflegen und aufzubereiten, dass sie sich auf Dauer halten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden können. Seit Ende Februar arbeitet deshalb die Kulturanthropologin Edith Werffeli bei uns auf dem Oberhaushof.

Edith Werffeli hat bereits Ausstellungen in mehreren historischen Museen der Schweiz geplant und durchgeführt, beispielsweise in Baden oder Zug. Thematisch liegen ihre Schwerpunkte auf wirtschafts- und sozialpolitischen Themen. Dazu lässt sich im Oberhaus natürlich Einiges finden.

Derzeit streift Edith Werffeli viel durch die Räume des Oberhauses und verschafft sich einen Überblick über die zahlreichen Objekte und die damit verbundenen Geschichten. Ihr Ziel ist es, spannende Inhalte zu identifizieren und so aufzubereiten, dass wir in Zukunft Führungen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten durchführen können. Auch für die Forschung sollen die Lebensspuren zugänglich gemacht werden.

Um dies zu erreichen, muss der Bestand der Lebensspuren auch gepflegt werden, und zwar in zweierlei Hinsicht: Einerseits müssen die Objekte entsprechend ihrer Materialanforderungen unterhalten und vor dem Verfall geschützt werden, andererseits muss auch eine gewisse Verdichtung der Lebensspuren stattfinden. Wie dies vorzugehen hat, liegt nun in den Händen von Edith Werffeli.

Edith Werffeli freut sich auf die Aufgabe, die vor ihr liegt. Als Kulturanthropologin sind die Lebensspuren des Oberhauses, wo die Objekte und Dokumente fast immer ihren Besitzerinnen und Besitzern zugeordnet und mit deren Geschichten verknüpft werden können, für sie eine wahre Goldgrube. Bereits angetan hat es ihr der Wäscheschrank, der den weiblichen Stammbaum von ihrer Generation bis zurück ins 18. Jahrhundert abbildet. Die Abbildung eines weiblichen Stammbaums findet man sonst äusserst selten. Wir sind gespannt, was sie noch für weitere Schätze in den Lebensspuren entdecken wird.

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