Filmdreh im Oberhaus: «Nachtruhe»

Bild: Florian Krebs

Ein Beitrag von Yannick Imboden.

Die ältere Dame liegt im Bett, davor sind zweieinhalb Meter Schienen mit einem Kamerakran fertig aufgebaut. Die Vorhänge sind gezogen und die Fensterläden geschlossen, denn wir wollen den Tag zur Nacht machen. Rund um das Bett steht ein gefühltes Dutzend Leute, die das schöne alte Schlafzimmer füllen. Ich merke etwas nervös, wie die Spannung steigt, kurz, bevor wir mit der Aufzeichnung der ersten Einstellung beginnen.

Im Mai 2017 durfte ich während drei Drehtagen mit ein paar Freunden meines Filmstudiengangs mein Abschlussprojekt im Oberhaus filmen. Wir benötigten ein Schlafzimmer, einen Eingangsbereich und ein Wohnzimmer mit Essbereich für das Filmset. Die Räume im Oberhaus eigneten sich dafür ausgezeichnet, da die eine Hauptdarstellerin, eine 80-jährige Seniorin, gemäss der Geschichte des Films schon beinahe ihr Leben lang dort wohnt. Der schicke Kachelofen, die alten Möbel mit Raritätscharakter sowie die schöne Architektur machen den Eindruck, als hätten sie Einiges zu erzählen. Bei der Besichtigung des Drehorts wurde mir deshalb sehr schnell klar, dass diese Räumlichkeiten ideal für den Kurzfilm geeignet sein würden.

So verfrachteten wir für die drei Drehtage einiges an Requisiten, Kamera-, Licht- und Tonausrüstung sowie eine motivierte Mannschaft von Schauspielern und Helfern nach Feldbach. Unter anderem spielt im Film die Schweizer Schauspielerin Heidi Diggelmann mit, bekannt aus dem Theaterstück «Letschti Liebi» mit Jörg Schneider, der TV-Serie «Tag und Nacht», oder dem Spielfilm «Eden Einfach» (Arbeitstitel), der sich in diesen Monaten in Postproduktion befindet.

Ich bin der Stiftung Erhalt Lebensspuren Oberhaus extrem dankbar für ihre Grosszügigkeit, uns drei Tage die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt zu haben! Es war für uns sehr stressfrei und machte die Dreharbeiten um einiges einfacher, dass wir uns für diese Zeit in den Zimmern einfach ausbreiten und das ganze Material auch über Nacht dort lagern konnten.

Und hier geht’s zum fertigen Film: Nachtruhe

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